Hunde in der Schule?

Manch einer ist vielleicht verwundert, warum in den letzen Jahren immer mehr Schulhunde an unseren Schulen zu finden sind. Schulhunde begegnen uns immer öfter in Zeitungen, im Radio und im Fernsehen. Was können die Vierbeiner also auf einmal, dass sie Einzug in die Klassenzimmer halten?

 

So wie wir Menschen uns stets weiterentwickeln, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Hunde noch mehr können, als "nur" Familienhund zu sein. Bei der Polizei, in der Blindenarbeit usw. gehören Hunde schon lange in das vertraute Bild. Es lag also nahe, dass erforscht wird, ob die positiven Effekte und die Stärken der Vierbeiner auch im Schulalltag von Nutzen sein können. Und das sind sie - sogar so sehr, wie es sich manche Kritiker nie hätten vorstellen können.

 

Zahlreiche Untersuchungen haben die positiven Effekte eines Schulhundes nachgewiesen. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Büchern zu den Themen "Schulhunde" und "Hundegestütze Pädagogik", die sich damit beschäftigen, welche Voraussetzungen und welche Ausbildung ein Hund haben sollte, um ein geeigneter Schulhund zu werden.

 


Was bewirken Schulhunde?

Der Einsatz von Hunden in der Pädagogik führt bei den SchülerInnen zur …

 

  • Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstwertgefühls
  • Steigerung der Lernmotivation, Eigeninitiative und Konzentration
  • Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks
  • Erweiterung der kognitiven, motorischen und sensomotorisch-perzeptiven Fähigkeiten
  • Förderung der emotionalen und sozialen Intelligenz
  • Oxytocin-Ausschüttung (Wohlfühlhormon) und Stressreduktion
  • Verringerung von Schulängsten
  • Aufhebung von Einsamkeit und Isolation
  • sowie zum achtsamen, respektvollen Umgang mit der Natur und seinen Geschöpfen

 

Der Hund in der Schule …

 

  • ist ein einfühlsamer, wertfreier und vorurteilsfreier Klassenkamerad
  • ermöglicht das Einüben von Strukturen und Regeln und die Übernahme von Verantwortung
  • weckt die Anstrengungsbereitschaft.
  • stärkt die Selbstbehauptung und das Selbstwertgefühl
  • stärkt das Verantwortungsgefühl und das Selbstbewusstsein
  • fordert Respekt
  • hat einen direkten Bezug zur Lebenswirklichkeit der Kinder
  • baut soziale Ängste ab
  • ermöglicht Nähe und Körperkontakt
  • leitet von eigenen Defiziten weg (ermöglicht Transferleistungen)
  • schafft Verbindungen (zwischen den Kindern, zwischen Kind und Lehrer)
  • fördert das Lernen am Modell ("Was der Hund kann, kann ich auch!")
  • fördert Stressabbau, beruhigt und schafft eine lockere Atmosphäre
  • ist ein sozialer Katalysator, Motivator, Eisbrecher und Brückenbauer

 Quelle:

 http://www.tierisch-gute-schule.de/tiergest%C3%BCtzte-p%C3%A4dagogik/ziele-wirkungen/